FC Middlesbrough

 

Am 01.07.2005 wechselte Emanuel Pogatetz für 2,71 Millionen Euro von Bayer Leverkusen in die englische Premier League zum FC Middlesbrough. Er unterzeichnete beim nord-englischen Arbeiterclub einen fünf Jahres Vertrag.

Auch dieser Wechsel gestaltete sich alles andere als einfach. Nachdem Emanuel Pogatetz nämlich ein überaus lukratives Angebot von Spartak Moskau zur Vertrags Verlängerung zu Gunsten eines Engagements bim FC Middlesbrough ausgeschlagen hatte wurde er vom russischen Verband auf Grund eines von ihm im letzten Spiel für Spartak Moskau begangenen Fouls für 6 Monate für alle Bewerbe gesperrt. Er war bei einem Zweikampf seinem Gegenspieler unglücklich auf den Fuß getreten und hatte ihm dabei leider einen Beinbruch zugefügt.

Diese Sperre wurde jedoch vom russischen Verband schlussendlich auf 6 Wochen reduziert. Es wurde unter anderem berücksichtigt, dass Emanuel Pogatetz nochmals nach Russland reiste um sich persönlich bei seinem Gegenspieler und dessen Familie für das unabsichtliche Foul zu entschuldigen und diesem eine Rehabilitation bei seinem früheren Arbeitgeber Bayer Leverkusen in Deutschland ermöglichte.

Allerdings war er auf Grund der sechs-wöchigen Sperre in den ersten drei Spieltagen der Premier League nicht einsatzberechtigt.

Beim FC Middlesbrough traf Emanuel Pogatetz abermals auf viele Weltstars wie Gaizka Mendieta, Jimmy Floyd Hasselbaink, Mark Viduka, Mark Schwarzer, Gareth Southgate, Ray Parlour u.v.m.

Er wurde bei den Engländern auf Anhieb Stammspieler und durfte sich von nun an Woche für Woche in der stärksten Liga der Welt beweisen.

Mit seinem Tor gegen Sunderland am 24. Spieltag der Premier League Saison 2005/2006 avancierte Emanuel Pogatetz zum ersten Österreicher aller Zeiten der in England ein Tor erzielen konnte.

Noch in seiner ersten Saison erreichte Emanuel Pogatetz unter seinem damaligen Trainer Steve McClaren das UEFA Cup Finale an dem er aber aufgrund einer schweren Gesichtsverletzung nicht teilnehmen konnte. Das Finale ging leider mit 0:4 gegen den FC Sevilla verloren.

In den 5 Jahren beim FC Middlesbrough entwickelte sich Emanuel Pogatetz zu einem absoluten Fan-Liebling und übernahm in der Saison 2008/2009 unter seinem damaligen Trainer Gareth Southgate die Kapitänsbinde.

Da er weder sich selbst noch seine Gegner schonte bekam Emanuel Pogatetz von den eigenen Fans den Spitznamen Mad Dog verpasst. Dass er auch bei seinen englischen Gegenspielern gefürchtet war zeigt ein Auszug aus einem Interview mit Thierry Henry, der Emanuel Pogatetz als einen überaus unangenehmen Verteidiger, dem die Premier League Stürmer lieber auf dem Spielfeld aus dem Weg gehen, bezeichnete.

Emanuel Pogatetz hielt dem FC Middlesbrough auch nach dem Abstieg aus der Premier League in der Saison 2008/2009 die Treue und spielte für die Nord-Engländer auch ein Jahr in der englischen Championship (zweithöchste englische Spielklasse).

Da der Eigentümer des Vereins allerdings sein finanzielles Engagement beim Verein sukzessive zurückfuhr, konnte sich Emanuel Pogatetz nach Ablauf seines Vertrags nicht mehr mit dem Verein über eine Vertragsverlängerung einigen, obwohl er sich zum damaligen Zeitpunkt hätte vorstellen können seine gesamte Karriere beim FC Middlesbrough zu verbringen.