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Zurück in der Nationalmannschaft

Einen besseren Rahmen für meine Rückkehr auf die rot-weiß-rote Showbühne als ein Spiel gegen Deutschland  hätte ich mir nicht aussuchen können. Auch wenn die Anreise und meine Rückkehr nach Middlesbrough sehr beschwerlich waren, freue ich mich sehr, wieder im Kader des Nationalteams zu stehen (Auf dem Hinflug ging meine Tasche verloren und meine Rückreise von Wien zu meinem Wohnort in England dauerte für mich „lange“ nervenaufreibende 10 Stunden!).

Vor 48.000 Zuschauer im Ernst-Happel-Stadion zu Spielen, ist schon etwas Besonderes!

Einfach fantastisch - ein unglaubliches Gefühl! Ich war überwältigt, endlich wieder die Nationalhymne im Stadion singen zu dürfen.

In der, aufgrund des Ausfalls von György Garics, neuformierten Dreier-Abwehrkette fand ich mich neben Prödl und Stranzl sehr gut zurecht.

Ich war überhaupt nicht nervös. Ich habe mich auf das Spiel schon seit Wochen gefreut.

Auf dem Platz ist jeder für den anderen gelaufen. Ich bin richtig stolz auf unsere Leistung in der ersten, und auch in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit

Die deutsche Mannschaft kann sich schon sehr bei uns bedanken, dass sie mit 0:0 in die Pause gegangen ist.

Rückblickend auf das Spiel war leider nicht alles zur vollen Zufriedenheit.

Leider kippte ab der 60. Minute das Spiel, die körperlichen Defizite wurden sichtbar, sicherlich auch aufgrund der in Österreich noch andauernden Winterpause.

Der entscheidende Punkt war jener, dass Deutschland über 90 Minuten hohes Tempo gehen konnte, während wir nach dem ersten Gegentreffer eingegangen sind. Wenn wir allerdings eine der vielen Chancen genützt hätten, hätten wir im weiteren Verlauf nicht mehr so viel Aufwand betreiben müssen.

Deshalb bin ich über das Ergebnis schon ein bisschen enttäuscht. Das 0:3 war eine sehr herbe Niederlage.

Aber trotz allem haben wir Österreicher bewiesen, dass wir auch guten Fussball spielen können.

Wir müssen an unserem Verhalten vor dem gegnerischen Tor arbeiten, und auch im körperlichen Bereich zulegen – trotz allem, das Spiel gibt auf jeden Fall Hoffnung, bei der EURO doch besser abzuschneiden, als die Mehrzahl der „Fußballkenner“ vermutet.

Ich habe versucht mich einzubringen, um meinen Mitspielern klar zu machen, dass es das Wichtigste ist, dass wir uns nicht verstecken. Ich bin es aus England gewohnt jede Woche gegen große Namen zu spielen. Wenn man sich da von vornherein geschlagen gibt, schaut es schlecht aus.

Eines muss ich aber noch loswerden: Wir haben es am Mittwoch nicht verdient, mit 0:3 vom Platz zu gehen! – aber: es war ja nur ein Freundschaftsspiel … die EURO 2008 wird erst im Juni ausgetragen.

Euer „Mad-Dog“ Emanuel

 

Erstellt von: EP am 08.02.2008 20:30 Kommentar hinzufügen | Kommentare ansehen [1]



 

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